Joshua Weitzel (*1989 in Kassel) ist Musiker, Kurator und Kulturwissenschaftler.

Als Komponist, Interpret und Improvisationsmusiker arbeitet er hauptsächlich im Bereich von Experimenteller Musik, Jazz, sowie den Grauzonen dazwischen. Er spielt Gitarre (akustisch und elektrisch) und das japanische Lauteninstrument Shamisen, wobei neben traditionellen Spielweisen eine große Bandbreite von erweiterten Spieltechniken - wie etwa das anblasen der Saiten mit Zirkularatmung, präparierten Instrumenten und Skordaturen - zur Anwendung kommen. Seine eigene Musik befasst sich hauptsächlich mit Raum, Kontrast, Harmonie, Timbre und der der Interaktion zwischen den Mitspielerinnen und Mitspielern.

Neben seiner eigenen Musikpraxis kuratiert er Konzerte, Performances und Ausstellungen in Kassel. Er war interimsmäßig künstlerischer Leiter der Galerie Feiertag (2019-2020), sowie künstlerischer Leiter der Konzertreihen Chamäleon Experimente (2018), Chamäleon Clash (2019) und Chamäleon Verbindungen (2020/21). Unter der Dachmarke Kassel Experimental Music Productions vereint er Konzerte und online-Veröffentlichung. Als freischaffender Kunstvermittler arbeitete er u.A. für dOCUEMNTA (13), new talents biennale cologne und KW Institute Berlin.

Joshua Weitzels Forschungsinteressen liegen an der Schnittstelle von Musikwissenschaft, Kunstgeschichte, und Kulturvermittlung. Nach dem Studium am King’s College London (MA mit Auszeichnung), sowie der Universität Göttingen (BA) ist er momentan Doktorand am Edinburgh College of Art, wo er über Klang im Kontext der documenta-Geschichte promoviert. Seit 2020 ist er außerdem Künstlerisch-Wissenschaftlicher Mitarbeiter für Klangkunst und Klangforschung in der von Prof. Peter Kiefer geleiteten Forschungsgruppe ARS (Art Research Sound) an der Hochschule für Musik Mainz.